Medien und Wissenwertes
Podcast Gans Normal Vegan
Alrun & David – Themen u.a.: Nationalpark Rothaarkamm, Natur und Artenschutz, Waldbrände
„Ein Nationalpark ist ein ausgedehntes Schutzgebiet, das meistens nur der natürlichen Entwicklung unterliegt und durch spezielle Maßnahmen vor nicht gewollten menschlichen Eingriffen und vor Umweltverschmutzung geschützt wird. In der Regel sind dies Gebiete, die ökologisch besonders wertvoll oder von herausragendem landschaftlichem Reiz sind und im Auftrag einer Regierung verwaltet werden. Sie werden oft auch als Erholungsgebiete und für den sanften Tourismus genutzt. Die Definition eines Nationalparks ist nicht in allen Staaten gleich. Dennoch gibt es eine gemeinsame Idee: die Erhaltung großer, nicht durch menschliche Eingriffe veränderter Naturgebiete für die Nachwelt…“ Quelle Wikipedia. Ein Nationalpark direkt vor unserer Haustür? Stellt euch vor: Ein gigantisches Schutzgebiet mitten im Rothaargebirge, in dem die Natur einfach wieder Natur sein darf. Klingt traumhaft, oder? Genau dafür kämpfen gerade vier engagierte Organisationen unermüdlich! In dieser Podcast-Folge habe ich Alrun und David zu Gast, die stellvertretend für dieses visionäre Projekt sprechen. Wir tauchen tief ein und klären die Fragen, die uns alle angehen: Was passiert eigentlich genau, wenn ein neuer Nationalpark entsteht? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein – und warum legen sich manche Interessenverbände quer? Was bedeutet das Ganze für Artenvielfalt, echten Artenschutz und die Gefahr von Waldbränden? Es gibt so viele spannende Perspektiven auf dieses Thema! Wir geben euch einen packenden ersten Einblick und nehmen euch mit hinter die Kulissen. Hört und schaut unbedingt rein, lasst euch inspirieren und schaut auf der Website sowie dem Instagram-Profil des Projekts vorbei! Liebe Alrun, lieber David – euch und dem gesamten Team wünsche ich von ganzem Herzen maximalen Erfolg und ganz bald den ersehnten positiven Bescheid für den Nationalpark. Danke für euren großartigen Einsatz und euren Mut!
Vielen Dank an Carsten für diese tolle Möglichkeit. Schaut euch auch seine anderen Folgen an und nicht vergessen, unbedingt Folgen und Liken.
Link zu Gans Normal Vegan: https://www.youtube.com/@gansnormalvegan
Ein Nationalpark für Siegen-Wittgenstein? -Biologische Station Siegen-Wittgenstein
Der Rothaarkamm zwischen Hilchenbach-Lützel und Netphen-Hainchen zählt zu den ökologisch wertvollsten Naturräumen in Nordrhein-Westfalen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein prüft derzeit, ob in diesem Gebiet der zweite Nationalpark des Landes entstehen könnte. Das vorgesehene Gebiet umfasst etwa 4.600 Hektar. Ziel eines Nationalparks wäre es, die natürliche Entwicklung der Natur und Landschaft dauerhaft zu sichern und gleichzeitig neue Impulse für Umweltbildung, Forschung, Erholung und nachhaltigen Tourismus zu schaffen.
Kreistag berät über Nationalpark am Rothaarkamm
Der Kreistag Siegen-Wittgenstein berät am Freitag (25.09.) öffentlich über den möglichen Nationalpark am Rothaarkamm. Bürger können die Sitzung ab 16 Uhr live im Rathaus Geisweid mitverfolgen.
Steigert Totholz die Waldbrandgefahr?
In Deutschland und Europa lodern Tausende Hektar Wald. Werden die Brände von abgestorbenem Holz genährt? Macht es Sinn, die Wälder von Totholz zu „reinigen“? Ökologen und Forstexperten widersprechen.
Steigert Totholz die Brandgefahr im Wald?
Durchschnittlich werden pro Jahr in Österreich etwa 220 Waldbrände gezählt, mit großer Dichte im südlichen Niederösterreich, dem Inntal und Regionen in Kärnten und der Steiermark (fireblog.boku.ac.at). Es stellt sich die Frage, welche Faktoren zur Entstehung und Ausbreitung beitragen. In diesem Zusammenhang wird häufig diskutiert: Ist Totholz im Wald ein Brandbeschleuniger und steigt durch Totholz im Wald sogar das Risiko für Waldbrände?
Totholz ist keine Brandursache
Gutachten zum Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz bestätigt NABU-Einschätzung.
Totholz – Der unbekannte ökologisch wertvolle Lebensraum
Aktuell wüten an vielen Stellen Waldbrände in Europa und mit ihnen entfacht sich ebenso erneut der Ruf, Totholz aus den Wäldern zu entfernen. Das ist aber gerade für die Biodiversität aus genannten Gründen sehr kontraproduktiv.
Kellerwald-Edersee – Ein Urwald in Europa (Teil 1)
Wildnis mitten in Deutschland, das ist der Nationalpark Kellerwald am Edersee. Rangerin Renée ist mit Besuchern unterwegs, um ohne Zelt im Urwald zu übernachten. Ganz anders bei Familie Hofmann: Sie hat komfortable Lodges mit Panoramablick gebaut und will so Touristen locken. Nationalparkleiter Manuel Schweiger begeistert sich und andere für die uralten Bäume: ein Schatz, der mit der höchsten Ehrung als „Weltnaturerbe“ geadelt wurde.
Kellerwald-Edersee – Ein Urwald in Europa (Teil 2)
Die Wandergruppe ist mitten im hessischen Urwald angekommen. Weil ein Gewitter aufzieht, wird die Übernachtung im Freien aufregender als geplant… Wie verändert sich die Natur im Wechsel der Jahreszeiten? Was macht die Schönheit des Buchen-Nationalparks im Herbst aus? Welche Tiere sind wann zu hören und zu sehen? Wie verzaubert der Schnee die Wildnis? Und kann Familie Hofmann mit ihren Naturlodges auch im Winter Gäste locken?
Nationalparks, die Sie kennen sollten
Die wilde Schönheit direkt vor der Haustür entdecken, das kann man in den insgesamt 16 deutschen Nationalparks. Jeder für sich ist ein kleines Universum. Vom Wattenmeer im Norden, wo Ebbe und Flut das Leben bestimmen, bis zum Berchtesgadener Land, wo die Naturgewalten rund um den Königssee den Besucher in ihren Bann ziehen. Wir erklimmen die Felsen der Sächsischen Schweiz, wo nicht selten Nebelschwaden ganze Täler verhüllen, und wandern durch den Bayerischen Wald auf der Suche nach einzigartigen Pilzen, die nur dort wachsen. Der Film gibt Einblicke in die vielfältige Natur Deutschlands und erzählt Geschichten über Menschen, die in diesen Schutzgebieten leben.
Die Berchtesgadener Alpen
Im Rahmen der großen Serie über Deutschlands schönste Naturregionen entstand das bildgewaltige Naturporträt über Deutschlands einzigen Alpennationalpark. Gezeigt werden extreme Lebensräume wie die Karstlandschaften des Steinernen Meeres, der Watzmann mit der höchsten Felswand der Ostalpen, das Wimbachgries mit seinen ständig wandernden Schuttströmen und der Königssee, einer der tiefsten Seen Deutschlands.
Wer in dieser Wildnis überleben will, muss perfekt an seine Umwelt angepasst sein. In schwindelnder Höhe begegnet man Gämsen mit ihren neugeborenen Kitzen, immer auf der Hut vor den Fängen des Steinadlers, Tarnkünstlern wie dem Schneehuhn und Bergblumen wie dem legendären Edelweiß. Auf den Hochalmen balgen sich Murmeltiere in extremer Zeitlupe, und in den Tiefen des Königssees laicht die rätselhafte Aalrutte, ein Meeresfisch, den es vor zehn Millionen Jahren ins Süßwasser verschlagen hat.
Wildes Deutschland: Der Hainich – Thüringens Urwald
Frank und Sylvia Koschewski kommen mit faszinierenden Zeitraffern sowie außergewöhnlichen Nah- und Flugaufnahmen den Bewohnern und dem Kreislauf des Buchenwaldes auf die Spur. Sie zeigen, wie ein Wald zum Urwald wird.
Das Wattenmeer
Millionen Jahre Erdgeschichte haben dort einen einzigartigen Lebensraum entstehen lassen. Forschende entdecken im Watt Spuren mittelalterlicher Siedlungen, Fossilien und Gesteine, die von der bewegten Entstehungsgeschichte der Region erzählen.
Ein Naturraum im ständigen Wandel
Das Wattenmeer ist ein Naturraum im ständigen Wandel. Mit dem Ende der letzten Eiszeit, vor rund 12.000 Jahren, formen Gletscher, Schmelzwasser und Sedimente eine Landschaft aus Küsten, Inseln und Watt. Ein Lebensraum, der sich seither unaufhörlich verändert.
Auf Sylt gibt Wissenschaftsjournalist Niklas Kolorz Einblicke in diese frühe Phase. Geophysiker Dr. Jasper Hoffmann zeigt ihm, wie eiszeitliche Gletscher Gestein aus Skandinavien bis an die Nordseeküste schieben. Ihre Spuren sind bis heute sichtbar, etwa im Roten Kliff oder im steinzeitlichen Megalithgrab Denghoog bei Wenningstedt.
Mit dem Rückzug der Gletscher wird die Region allmählich bewohnbar. Menschen siedeln an geschützten Ufern, nutzen die fruchtbaren Marschböden und passen ihr Leben dem Rhythmus der Gezeiten an. Über Jahrtausende entstehen Dörfer und Handelsplätze, doch die Nähe zum Meer bleibt riskant.
Auf der Suche nach einer versunkenen Ortschaft
Wie zerstörerisch die Kräfte des Wassers sein können, zeigt sich im Schicksal von Rungholt, einer blühenden mittelalterlichen Küstensiedlung, die im 14. Jahrhundert von einer Sturmflut zerstört wird. Gemeinsam mit einem Forschungsteam begibt sich Niklas Kolorz bei den nordfriesischen Halligen ins Watt. Mithilfe von Sonartechnik und GPS suchen sie nach den Überresten der versunkenen Ortschaft und dokumentieren, wie sich die Küstenlinie über Jahrhunderte verschoben hat.
Das Wattenmeer ist aber mehr als ein Archiv der Erdgeschichte. In den Schlickwattflächen von Rantum erklärt Biologin Dr. Svenja Reents, wie Seegras und Salzwiesen Nahrungsketten sichern, CO₂ binden und das Watt stabilisieren. Doch die Erwärmung der Meere bringt dieses Gleichgewicht ins Wanken.
Wie der Mensch auf den steigenden Meeresspiegel reagiert, zeigt sich im Umgang mit dem Küstenschutz. Deiche schützen Siedlungen vor Überflutung, greifen aber in natürliche Sedimentationsprozesse ein. Im Langwarder Groden erläutert Landschaftsökologin Julia Schwienheer, wie gezielte Deichflutungen helfen können, das Land mit dem Meeresspiegel mitwachsen zu lassen. Ein Versuch, mit dem Wandel zu leben, statt ihn aufzuhalten.
Millionen Jahre Erdgeschichte haben Deutschland geformt – mit Landschaften, die bis heute faszinieren. Wissenschaftsjournalist Niklas Kolorz geht ihren geologischen Geheimnissen auf den Grund.
Der halbwilde Wald · Unterwegs im Nationalpark Bayerischer Wald
Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 gegründet. Er ist damit der älteste deutsche Nationalpark. Seitdem gilt hier das Motto: „Natur Natur sein lassen.“ Seit seiner Gründung gibt es Konflikte um den Nationalpark. Einfach nichts tun – das ist eine Herausforderung vor allem für die einheimische Bevölkerung. Filmautor Jürgen Eichinger berichtet von Kämpfen und Widerständen, von Erfolgen und Begeisterung – und von der Schönheit dieser wilden Waldnatur.
Der Film ist auch die Geschichte des Autors und Fotografen Herbert Pöhnl. Als Einheimischer hat er die Entwicklung des Nationalparks Bayerischer Wald über die Jahre hinweg hautnah in ihrer ganzen Ambivalenz miterlebt.
Heute bildet der Nationalpark Bayerischer Wald zusammen mit dem Nachbar-Nationalpark Sumava in Tschechien das größte Waldschutzgebiet Europas. Nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural darf sich Natur auf so großer Fläche nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln. Hier finden so seltene Tiere wie Luchs, Auerhuhn oder Habichtskauz Rückzugsräume, wie es sie sonst kaum noch in Deutschland gibt.
Wildes Bayern · Der Nationalpark Bayerischer Wald
1990 begann eine außergewöhnlich starke Borkenkäferplage im Nationalpark Bayerischer Wald mehrere Tausend Hektar alter Fichtenbestände zu vernichten. Ganz bewusst unterließ die Parkverwaltung eine Bekämpfung und bald begann ein neuer, gesünderer Wald heranzuwachsen – ein neuer Urwald. Natürlich zog diese Vielfalt auch viele neue Tier- und Pflanzenarten an. Selbst Luchs und Fischotter sind zurückgekehrt und haben hier wieder eine Heimat gefunden.
Filmautor Jürgen Eichinger stellt im Gang der Jahreszeiten diesen größten deutschen Waldnationalpark vor. Waldeidechsen und Kreuzottern nutzen die umgestürzten Bäume zum Sonnen und Wärme tanken. Hart und kalt sind die Winter im Bayerischen Wald. Zu keiner anderen Jahreszeit ist die Natur hier so unberührt und urwüchsig. Der Frühling kommt spät in das Grenzgebirge. Habichtskäuze nutzen die Baumstümpfe zum Brüten. Mit Beginn des Sommers sind alle Vögel zurückgekehrt. Unzählige Schmetterlinge, Käfer und Bienen bevölkern die blühenden Hänge. Auch bei den Spätbrütern, wie Sperber und Sperlingskauz, sind nun die Jungen flügge. Den Spechten dient das Totholz als Trommelplatz oder zur Anlage von Höhlen und der Luchsfamilie als Versteck.
Urwald von morgen: Nationalpark Eifel
Die Eifel ist der erste Nationalpark NRWs. 50km südwestlich von Köln entfernt, ist sie das grüne Herz des Westens, ein wegweisendes Experiment: 75% des ehemaligen Wirtschaftswaldes verwildern.
Tote Bäume werden stehen gelassen, Äste krachen herab und Stämme vermodern am Boden. So entsteht ein Urwald von morgen, der schon jetzt vor allem scheuen Tieren ein einzigartiges Zuhause bietet. Abseits der Dörfer und Äcker stehen die heimlichen Rückkehrer im Mittelpunkt. Heimlichtuer, die die Menschennähe nicht mögen, oft scheu und zurückgezogen leben oder ohne Rückzugsorte aussterben würden. Darunter „Eifeltiger“ und andere Wildkatzen.
20 Jahre Nationalpark Eifel
Lokalzeit am Samstag. 14.09.2024.
